Abschlag zu hoch: Was tun, wenn der Versorger zu hohe Abschläge ansetzt?


Deine Abschläge sind so etwas wie „Strom auf Raten“: Du zahlst jeden Monat einen Betrag, der sich aus deiner Jahresverbrauchsprognose (also der „Hochrechnung“ deines Stromverbrauchs für die nächsten 12 Monate, die auf deinen bisherigen Daten wie der Vorjahresrechnung oder auf Durchschnittswerten basiert) und deinem Tarif ergibt.
Am Ende der Abrechnungsperiode vergleichen wir, was du tatsächlich verbraucht hast mit den bereits gezahlten Abschlägen.
Merke dir:
Die Abschlagshöhe kann von der ursprünglichen Vertragsbestätigung abweichen, weil sie zunächst auf einer Schätzung basiert, später aber an deinen tatsächlichen Verbrauch angepasst wird.
(Bitte beachte, dass die hier folgenden verwendeten Zahlen nur zur Veranschaulichung dienen und nicht zwingend die tatsächlichen Kosten oder Preise widerspiegeln.)
Angenommen, du schätzt bei Vertragsabschluss, beispielsweise über ein Vergleichsportal wie Check24 oder Verivox, dass du 3.500 kWh im Jahr verbrauchst. Auf dieser Basis berechnen wir zunächst deinen monatlichen Abschlag – zum Beispiel 80 € pro Monat.
Einige Wochen später meldet uns dein Netzbetreiber jedoch deine tatsächliche Verbrauchsprognose, die auf einer aktuellen Zählerablesung bzw. vorhandenen Verbrauchsdaten basiert. Dabei stellt sich heraus:
Oder andersherum:

So wird der Abschlag an deinen tatsächlichen Bedarf angepasst – damit er möglichst genau und fair ist.
Weil dein neuer Abschlag auf aktuellen Preisen und Prognosen basiert – unabhängig vom einmaligen Guthaben.
Angenommen, du hast in deiner Zwischenabrechnung ein Guthaben von 60 €, weil du in den letzten Monaten weniger verbraucht hast als erwartet. Trotzdem steigt dein neuer monatlicher Abschlag von 65 € auf 97 €.
Der Grund: Der Abschlag basiert nicht auf deinem einmaligen Guthaben, sondern auf den künftigen Erwartungen, z.B.:
Seit deinem Vertragsstart sind die Börsenstrompreise gestiegen, gleichzeitig zeigt deine aktuelle Verbrauchsprognose, dass du künftig eher mehr verbrauchen wirst, und zusätzlich haben sich Netzentgelte oder Umlagen erhöht.
(Bitte beachte, dass die hier folgenden verwendeten Zahlen nur zur Veranschaulichung dienen und nicht zwingend die tatsächlichen Kosten oder Preise widerspiegeln.)
Diese Faktoren wirken sich direkt auf die Berechnung deines neuen Abschlags aus.
Das heißt:
Der Abschlag oder die Abschlagszahlungen sind Vorauszahlungen, während die Abrechnung den tatsächlichen Verbrauch und die Kosten zeigt.
Du kannst dir merken:
So entsteht entweder ein Guthaben oder eine Nachzahlung – jenachdem, ob dein tatsächlicher Verbrauch über oder unter der Schätzung lag.
Am einfachsten entnimmst du deinen durchschnittlichen Stromverbrauch deiner letzten Jahresrechnung (dort ist der Verbrauch in kWh angegeben) – alternativ helfen die folgenden Durchschnittswerte pro Haushaltsgröße. Klicke dich direkt in unserem Tarifrechner durch!
1 Person Ca. 1.500 kWH
2 Personen Ca. 2.400 kWH
3 Personen Ca. 3.100 kWH
4 Personen Ca. 4.200 kWH
5 Personen Ca. 5.400 kWH
6+ Personen Ca. 6.500 kWH
(Diese Werte basieren auf nationalen Durchschnittswerten.)
Sobald wir echte Verbrauchsdaten von deinem Zähler oder deiner Jahresrechnung haben, passen wir die Prognose an. Mit diesen Angaben kannst du im Tarifrechner direkt prüfen, welcher Tarif zu dir passt.
Wenn du deinen Abschlag anpassen möchtest, kannst du das am einfachsten und bequemsten im Self-Services-Bereich über unsere App tun, die du herunterladen kannst.
Verwalte deinen Vertrag flexibel von unterwegs und zu Hause.
In unserer App kannst du bequem Zählerstände melden, Abschläge anpassen, Rechnungen abrufen und vieles mehr.
